Weitere Vorträge

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Der Jakobsweg
 "Mit dem Fahrrad an das Ende der Welt"

In der römischen Welt galt das Kap Finisterre im spanischen Galizien als das Ende der Erdscheibe. Römische Legionäre sollen schreiend davongelaufen sein, als sie die Sonne im Meer versinken sahen. Im Mittelalter war das nahe dem Kap gelegene "Santiago de Compostela" ein Wallfahrtsort, an dem einem sämtliche Sünden vergeben werden konnten. Sofern man dort überhaupt ankam. Überall lauerten Gefahren - von habgierigen Fährleuten bis zu vergifteten Flüssen. Aber es lockte das ewige Seelenheil. Auch heute noch Grund genug also, die lange Reise auf sich zu nehmen. In strömendem Regen, allein und ohne Spanischkenntnisse beginnt in Pamplona eine Reise entlang des Jakobswegs "Camino Francés". Von Kloster zu Kloster strampelnd bis ans Ende der Welt.

Der Jakobsweg
 "Der Camino Catalán en Aragón"

"Na, wirst du jetzt Mönch" frotzeln die Kollegen schon zuhause. "Nein, ich werde kein Mönch!" Aber es stimmt, ich gehe noch mal auf Pilgerreise nach Santiago de Compostela in Spanien. Zu faszinierend sind die Landschaft und die Geschichten am Wegesrand, als dass man sie mit nur einer Reise erfassen könnte. Startpunkt der Fahrradreise soll Pamplona im Baskenland sein.
Es kommt aber alles ganz anders als geplant! Bereits am Bahnhof in Tarragona  erfahre ich auf drastische Weise, dass spanische Züge keine Fahrräder transportieren. Notgedrungen beginnt die Reise also am Mittelmeer, an der Costa Daurada. Mein Vorhaben, den Jakobsweg zu fahren, ist damit gestorben. Oder doch nicht? Es beginnt eine spannende Fahrradreise vom Mittelmeer ins Hochgebirge  - durch ein unbekanntes Stück Spanien. Von Tarragona nach Jaca und zurück. Klöster, Nationalparks, Osterbräuche und Erlebnisse mit wilden Tieren sind nur einige Highlights am Wege. Erst sehr viel später erfahre ich, dass ich mich die ganze Zeit auf einem Jakobsweg bewegt habe - dem "Camino Catalán en Aragón".

Der Jakobsweg
"Der Camino Catalán"

Ein Sprichwort sagt, dass viele Wege nach Rom führen. Das Gleiche gilt auch für das Pilgerziel Santiago de Compostela. Pilger aus Südeuropa haben andere Wege gewählt als ihre Pilgerbrüder aus dem Norden. In diesem Vortrag wird vom wichtigsten "Südweg" berichtet - dem "Camino Catalán".
Wie der Name vermuten läßt, führt die "Ruta Catalana" auf weiten Strecken durch das französische und spanische Katalonien. Der Weg beginnt in Südfrankreich - in Perpignan -  überquert die Pyrenäen am Col de Perthus, folgt der Costa Brava und biegt dann landeinwärts ab, um sich in Logrono mit dem Nordweg "Camino Frances" zu vereinigen. Da der Weg dem Verlauf der alten Römerstraßen "Via Augusta" und "Via Domitia" folgt, ist der Camino Catalán zum Bersten gefüllt mit skurrilen Geschichten - von Hanibals Elefanten bis zu geheimnisvollen Verschwörungstheorien rund um die Tempelritter. Schon die Namen der Gegenden, durch die der Camino führt, lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Languedoc, Roussillon, Penedès... Eine Reise über den Camino Catalán ist zweifellos auch eine Reise durch Kunst, Kultur und Kulinarien.

Madeira

Die Blumeninsel mitten im Atlantik hat einen seltsamen Charme. Die steilen Berge mit den zerklüfteten Tälern sind durchzogen von "Levadas" - Bewässerungskanälen, die von afrikanische Sklaven angelegt wurden. Erst sie machten den Weinanbau auf den halsbrecherischen Terrassenfeldern möglich. Madeira-Wein machte diese Insel berühmt, reich und wieder arm.

Wir sind zu zweit unterwegs. Über die Levadas wandernd ergründen wir Geschichten und Geheimnisse der Insel, probieren den Tiefsee-Fisch Espada zusammen mit gebratenen Bananen, und sehen Korbflechtern bei ihrer Arbeit zu. Beim Kastanienfest in einer Bergschlucht grillen wir zusammen mit Bergbauern traditionelle Espetadas - auf einen Stock aufgespießte Fleischstücke mit Hagelsalz und Lorbeer-Blättern. Wir probieren Ginja-Schnaps und Kastanien-Likör. Aber wir reisen mit gemischten Gefühlen durch das Land. Die Kluft von Arm und Reich ist unübersehbar. Es gibt viele Bettler und man haut uns mehrfach übers Ohr. Die bunte Welt der Touristen und die harten realen Umstände der Arbeitwelt sind kaum vereinbar. Hier treffen zwei Welten aufeinander.

 

Wandern in Neuseeland

Die Rucksäcke sind gepackt und längst im Flieger verstaut. Es geht nach Neuseeland - zum Wandern. Bevor wir dort ankommen, statten wir aber der Metropole am Südchinesischen Meer einen Besuch ab. Hongkong ist weit weniger britisch als man glaubt. Hightech und Mittelalter treffen hier hautnah aufeinander. Direkt vor einem Computergeschäft hat ein Händler seine Trockenfische ausgebreitet. Neben ihm nimmt ein Metzger Schildkröten aus und bereitet sie direkt vor seinen Kunden zu. Geruchskulisse und Menschenmassen nehmen einem fast die Luft zum Atmen.
Sydney in Australien, unser nächster Stop, kommt einem dagegen fast beschaulich vor. Hier herrschen pazifische Langsamkeit und Freiluft-Kultur vor. Wir treffen uns mit Freunden und einem Professor, der sich auf "Feen" spezialisiert hat. Beide erschließen uns Dinge, die wir ohne Sie nie erlebt hätten.
In Neuseeland angekommen, erkunden wir die Südinsel, wandern  den Greenstone-Track und den Queen Charlotte Track, paddeln durch die Marlborough-Sounds und gehen vor den Poor Knight Islands tauchen um dort Stachelrochen zu beobachten. Neuseeland ist eine Insel, die immer wieder aufs Neue fasziniert!

Legenden, Brauchtum & Aberglaube
 in Westfalen

"Ich und abergläubisch? - Wie kommst du denn da drauf? Ja, früher vielleicht, da glaubten die Menschen an Geister und Hexen - aber heute doch nicht mehr. Die sind doch alle aufgeschlossen. Ich bin das auf jeden Fall!
Was heißt hier Fisch? Sicher essen wir zu Karfreitag Fisch! Das war schon immer so. Dann stechen einen nämlich das ganze Jahr die Fliegen nicht. Aber ich glaub da nicht dran. Genauso wenig wie ich daran glaube, dass man beim ersten Kuckucks-Schrei im Frühling einen Pfennig im Portemonnaie haben muss, damit einem das Jahr über das Geld nicht ausgeht. - Warum beim Richtfest ein Glas vom Dachstuhl geworfen wird und ich am Auto-Innenspiegel ein kleines Kreuz herumbaumeln habe? Weiß ich doch nicht. Und jetzt lass mich in Ruhe damit! Abergläubisch bin ich jedenfalls nicht..."

In diesem Vortrag geht es um Rituale und Bräuche, die oftmals unbewusst als Bestandteil unseres Alltags gelebt werden. Vorchristliche Rituale kommen als Volksfeste daher. Abwehrzauber in Form von Osterbräuchen. Um geheimnisvolle Riten und Geschichten aufzuspüren, muss man nicht in exotische Länder reisen. Ein Streifzug durch Westfalen reicht vollkommen und kann mindestens genauso spannend sein.

 


Wandern in Irland - Der "Beara-Way"

Der heilige Patrick soll Irland von den Schlangen befreit haben. Am St. Patricks-Day - dem 17. März - feiern die Iren diesen Anlass mit einem ausgelassenen Fest. Wir sind zu dieser Zeit in der zweitgrößten irischen Stadt der Welt - in Dublin. Wieso denn nur die Zweitgrößte? Ist Dublin nicht die Hauptstadt der "Grünen Insel"? Doch schon - aber die größte irische Stadt ist sie nicht. Das ist und bleibt New York, jenseits des großen Teiches ...

Nachdem wir grünes Brot gegessen, grünes Bier getrunken und viele grüne Kobolde gesehen haben, machen wir uns per Bus auf in den Südwesten Irlands. Unser Ziel ist die Beara-Halbinsel. Vier Wochen Zeit haben wir für unseren Irland Trip. Ganz bewußt beschränken wir uns jedoch nur auf dieses kleine Halbinsel um sie genau kennenzulernen.
Die Beara-Peninsula ragt ca. 70 km in den Atlantik, darf nicht mit Fahrzeugen über 3,5 Tonnen befahren werden, Busanbindungen sind hundsmiserabel und Unterkünfte gibt es auch nur wenige. Entschädigt wird man dafür mit einer grandiosen Natur abseits der Touristenmagnete.

Wir umrunden die Halbinsel auf dem 220 km langen Beara-Way und erfahren dabei eine Menge über Irland und die Iren